27.01.2012
 Home   Unternehmen + Märkte   Finanzen   IT-Welt   Wissenschaft   Specials   VISAVIS.TV 
 AutomobilindustrieBildungsmarktBüroweltenCallCenterConsumer-ProdukteEnergie & UmweltEuropaFacility ManagementFactory AutomationFranchisingGesundheitswirtschaftHuman ResourcesLogistikMarketing & PRMessen & EventsModerne VerwaltungOutsourcingPlagiate & MarkenschutzPolitik & RechtTourismus
Aktienkurse
Aktuelle Ausgabe
Features
Termin einsenden Artikel einsenden Artikel-Archiv Interviews Neue Positionen Buchbesprechung Ratgeber RSS Feeds
Aktuelle Termine
02.02.12 - Deutsche Bank AG
20.02.12 - ageas NV
13.11.12 - CRM unter Linux

Versammlung
Pressekonferenz
Messen
Sonstiges
Bilanz-Pressekonferenz

visavis.tv

Logistik
Mobilität auf höchstem Niveau
STABIL Auch in der Rezession bleibt die Branche ein starkes Standbein der deutschen Wirtschaft.



Die derzeitige Konjunkturschwäche hinterlässt auch Spuren bei Logistikdienstleistern und Herstellern von Logistikausrüstungen. Zwar wurden im vergangenen Jahr in Deutschland so viele Güter transportiert wie noch nie seit der Wiedervereinigung.
Inzwischen verringern sich jedoch die Güterverkehrsleistungen in allen Bereichen. So verzeichnen nicht nur große Dienstleister Rückgänge beim Transportaufkommen, auch die Hersteller von Logistikanlagen sind betroffen.
Wenn die Nachfrage im produzierenden Gewerbe fällt und auch der Handel weniger bestellt, verringern sich automatisch auch die logistischen Dienstleistungen. Besonders deutlich spüren das derzeit die Dienstleister für den Expressversand und die Luftfracht. DHL, FedEx, Lufthansa Cargo, TNT und UPS melden Auftragseinbrüche teilweise um mehr als zehn Prozent. Expressversender wie FedEx haben für das laufende Geschäftsjahr Gewinnwarnungen herausgegeben. Die Deutsche Post hingegen könnte mit ihrem profitablen Briefgeschäft noch glimpflich davonkommen. Betroffen sind auch die Hersteller von Logistikanlagen.


VERANTWORTUNG
Die Logistikwirtschaft wird sich intensiv mit Beiträgen zu Klimaschutzzielen zu beschäftigen haben“, so Prof. Uwe Clausen vom Fraunhofer-Institut IML.
„Das Transportgewerbe hat derzeit stark unter dem wirtschaftlichen Abschwung zu leiden“, erklärt Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee. In diesem schwierigen Umfeld gibt es jedoch auch positive Nachrichten. Bei der Siemens Division Mobility, Anbieter für integrierte Verkehrs- und Logistiklösungen, stieg z.B. der Umsatz in 2008 von 1.440 Mio. Euro im Vorjahr auf 1.564 Mio. Euro. Das Ergebnis der Logistiksparte liegt bei 85 Mio. Euro. Unbeirrt von der derzeitigen Lage investiert auch die Kaufland-Gruppe, Neckarsulm, in den kommenden Jahren mehr als 400 Mio. Euro in seine Logistik. Andere Unternehmen nutzen die abgeschwächte Konjunktur, um durch Restrukturierung ihre Existenz zu sichern.
Und auch die Bundesregierung sendet positive Signale: „Um für den harten Wettbewerb mit der europäischen Konkurrenz gewappnet zu sein, stellen wir für die deutschen Unternehmen in diesem und im kommenden Jahr zusätzlich insgesamt 100 Millionen Euro bereit“, kündigte Verkehrsminister Tiefensee Anfang Februar an. „Die gesamte Entlastung steigt allein in diesem Jahr von 600 auf 650 Millionen Euro.“
Derzeit bietet sich eine gute Gelegenheit, die Planung, das Risikomanagement und die Kostenbetrachtung der logistischen Prozesse weiter zu optimieren. Hohe Anforderungen an die Steuerung und Überwachung der operativen Ebene im Supply Chain Management bestehen vor allem bei den globalen Prozessen von Industrie und Handel mit ihren komplexen internationalen Beschaffungs- und Produktionsnetzwerken. Neue Informations- und Kommunikationstechnologien rücken damit wieder in den Fokus.

Mit neuen und erweiterten IT-Systemen will auch der Logistikdienstleister Chemion seine logistischen Prozesse effizienter gestalten. Die Chemion Logistik GmbH deckt als Komplettanbieter das gesamte Spektrum logistischer Services in der Chemie- und chemienahen Industrie ab. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Leverkusen beschäftigt 1.200 Mitarbeiter. Sowohl unter ökonomischen als auch unter ökologischen Gesichtspunkten nimmt daneben die Bedeutung multimodaler Verkehrskonzepte, die alle Verkehrsträger der Straße, der Schiene, auf dem Wasser und in der Luft miteinander vernetzen, weiter zu. Schließlich ist die Transportbranche einer der Hauptverursacher des weltweiten CO2-Ausstoßes, der sich durch die intelligente Kombination der verschiedenen Verkehrsträger weiter verringern ließe. Hier besteht noch erheblicher Handlungsbedarf.


ENTLASTUNG
Bundesverkehrsminister Tiefensee will der deutschen Logistikbranche 100 Milliarden Euro zusätzlich bereitstellen, um sie für den Wettbewerb zu wappnen.
Da Klimaschutz und erfolgreiche Bilanzen nicht im Widerspruch zueinander stehen, wird auch das Thema Nachhaltigkeit beziehungsweise die grünen Logistik „Green“ künftig eine immer wichtigere Rolle spielen. „Die Logistikwirtschaft wird im Fokus der öffentlichen Diskussion stehen und sich intensiv mit möglichen Beiträgen zur Erreichung von Klimaschutzzielen zu beschäftigen haben“, betont Prof. Dr.-Ing. Uwe Clausen vom Fraunhofer-Institut IML. „Das Unbeherrschbare vermeiden und das Unvermeidbare beherrschen. Dies solle mit Blick auf die globale Erwärmung, die Destabilisierung des Erdklimas, den Eisschwund in der Arktis und den Anstieg des Meeresspiegels das Ziel des Menschen sein“, meint Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber, Gründungsdirektor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Unterstützung bei der weiteren Optimierung des intermodalen Logistik wird u.a. von dem satellitengestützten Navigationssystem Galileo erwartet, das planmäßig gegen Ende dieses Jahrzehnts voll operationsfähig sein soll. 30 Satelliten werden dann die Erde umrunden und Daten für effiziente Transporte und Verkehrsströme liefern. Wie groß das Interesse für Trends und neue Entwicklungen in der Logistik ist, zeigt die vom 12. bis 15. Mai 2009 in München stattfindende, 12. Internationale Fachmesse für Logistik, Telematik und Verkehr, transport logistic 2009. Sie wird um 11.000 Quadratmeter wachsen und erstmals mehr als 100.000 Quadratmeter der Neuen Messe München belegen. „Die Anmeldungen und das wachsende Interesse für die transport logistic 2009 ziehen sich durch alle Branchensegmente, besonders stark ist die Nachfrage bei den Logistikdienstleistern“, sagt Eugen Egetenmeir, Mitglied der Geschäftsführung der Messe München. „Diese Entwicklung zeigt, dass die Logistikmesse gerade auch in wirtschaftlich schwieriger werdenden Zeiten gefragt ist, um neues Business zu erschließen und bestehende Kontakte zu pflegen.“

Der Logistikstandort Deutschland ist auch künftig nicht gefährdet. Zwar wird die Branche nach einer Logistik-Studie der Deutschen Bank AG, Frankfurt, weniger stark wachsen als in den zurückliegenden sechs Jahren. Mit mehr als 2,7 Millionen Beschäftigten zählt die Branche jedoch nicht nur zu den größten, sondern auch zu den wachstumsstärksten in Deutschland. Nach einer aktuellen Studie der Bundesvereinigung Logistik besteht trotz der aktuellen Konjunkturschwäche weiterhin eine große Nachfrage nach Fachpersonal. Zudem nimmt Deutschland eine zentrale Lage im erweiterten Europa ein und bietet einen Markt mit 82 Millionen deutschen Konsumenten sowie eine exportstarke Industrie. Und nicht zuletzt verfügt Deutschland über die dichteste und am besten ausgebaute Verkehrs- und Kommunikationsinfrastruktur aller europäischen Länder.

Autor:
Armin Hille []


zurück
 
Verwandte Links
· Deutsche Post World Net
· Carlson Wagonlight Travel
· Boot Messe Düsseldorf
· Mehr zu dem Thema Logistik


Der meistgelesene Artikel zu dem Thema Logistik:
Weltweite Warenströme

Einstellungen

 Druckbare Version Druckbare Version

 Diesen Artikel an einen Freund senden Diesen Artikel an einen Freund senden



Kontakt | Anfahrt | Impressum | Mediadaten | Nutzungshinweise

© VISAVIS Verlagsgesellschaft mbH.